Plastische Chirurgie in Berlin
Die plastische Chirurgie wird von immer mehr Menschen in Anspruch genommen. Durch die
Fortschritte in diesem Bereich und recht flexible Finanzierungsmodelle, kommen immer mehr Menschen auf die Idee
ihre Schönheit auf operativem Wege zu fördern oder zu erhalten. In Deutschland lassen sich jährlich über 300.000
Menschen aus rein ästhetischen Gründen operieren. Darunter auch immer mehr Männer. Im Schnitt wird bereits jede
fünfte Schönheitsoperation an einem Mann vorgenommen. Auf Platz eins der am häufigsten durchgeführten
Operationen liegt das Fettabsaugen, gefolgt von den verschiedenen Brustoperationen. Dritter im Bunde sind die
Nasenkorrekturen und auch Hoch im Kurs: ein Facelift.
Allein in Berlin findet man über 20 Arztpraxen, die ganz oder
teilweise auf plastische Chirurgie spezialisiert sind. Auch daran kann man den Wachstum und die steigende Nachfrage
ermessen, die in der Branche zu verzeichnen sind. Allerdings sollte man sich auch nicht zu viel von den
Errungenschaften der plastischen Chirurgie versprechen. In der Tat gab es in dem Sektor zwar nennenswerte
fortschritte. Darunter die Computersimulation eines operativen Ergebnisses oder verbesserte Operationsverfahren.
Allerdings neigen im Zuge des gegenwärtigen Körperkultes und Schönheitswahns viele dazu, ein völlig überhöhtes
Schönheitsideal anzustreben. Dadurch wird die plastische Chirurgie bisweilen überschätzt.
In der Tat ist vieles machbar, aber längst nicht alles. Ein seriöser plastischer Chirurg wird
jenen, die bei ihm Rat (und vielleicht auch Tat) suchen, schnell alle Illusionen nehmen. Nicht nur weil manche
Dinge schlicht schwer oder gar nicht umzusetzen sind, sondern auch deshalb, weil eine Schönheitsoperation in
erster Linie eine Operation wie jede andere auch ist und dem entsprechend Risiken mit sich bringen kann.
Allerdings gibt es auch einige schwarze Schafe in der Zunft der Schönheitschirurgen, die in erster Linie
Gewinn machen wollen. Man sollte also nicht zu blauäugig an die Sache ran gehen. Vor allem ist man selbst
verantwortlich dafür, ob man eine OP wirklich riskieren möchte oder nicht. Wenn man sich beraten lässt, dann
sollte diese Beratung auf jeden Fall durch einen Arzt mit dem Titel “plastischer Chirurg“ erfolgen. Diesen
Titel darf nämlich nur jener tragen, der die jahrelange, entsprechende Weiterbildung genossen hat. Außerdem
ist zu bedenken, dass auch die meisten plastischen Chirurgen unterschiedlich spezialisiert sind. Der Eine
versteht sich auf Nasenkorrekturen und Facelifting. Der Andere ist auf Brustoperationen spezialisiert. Einen
Spezialisten für die Fragen, die einem auf der Zunge brennen, müsste man durchaus finden können. Vor allem
wenn man in Berlin wohnt.
Gegen den Schönheitswahn unter Jugendlichen sprechen sich die
meisten plastischen Chirurgen in Deutschland dankenswerter Weise aus. Kaum ein verantwortungsbewusster Chirurg
würde eine unter 18-jährige aus ästhetischen Gründen operieren. Aus naheliegenden Gründen ist davon Abstand zu
nehmen. Allein schon deshalb, weil die körperliche Entwicklung bei so jungen Menschen noch gar nicht abgeschlossen
ist und man gar nicht zuverlässig vorhersagen kann, welche Auswirkungen das weitere körperliche Wachstum auf die
Wundheilung hätte. Denn mitunter brauchen die Wunden nach Schönheitsoperationen recht lange, ehe sie soweit
abgeheilt sind, dass optisch ansprechende Ergebnisse zu bestaunen sind.
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