Dolmetscher für die Schönheit
Fragt man junge Frauen nach ihrem größten Wunsch, dürfte man überraschend oft
etwas von Schönheitsoperationen hören. Es ist eben der Traum vieler junger Frauen, ihr Aussehen aufzubessern und
somit dem eigenen Schönheitsideal näher zu kommen. Doch so schnell der Wunsch nach solch einer Operation aufkommt,
so schnell zerplatzt er auch wie eine Seifenblase. Grund sind die unglaublich hohen Kosten. Für eine
Brustvergrößerung zahlt man beispielsweise gut und gerne 10.000 Euro. Und auf Hilfen der Krankenkasse braucht man
gar nicht erst zu warten. Das gesamte Geld muss einzig und allein vom Patienten bezahlt werden. Ein bisschen
günstiger, aber im allgemeinen auch noch recht kostspielig, sind manch andere Operationen wie zum Beispiel eine
Nasenkorrektur, für die man bis zu 5.000 Euro auf den Tisch legen muss. Für die meisten jungen Frauen ist dies
einfach zu viel Geld. Während manche Frauen sich ihren Traum deshalb aus dem Kopf schlagen, geben manch andere noch
längst nicht auf. Wenn es in Deutschland zu teuer ist, kann man es schließlich auch im Ausland probieren. In vielen
Ländern sind die Preise einfach deutlich geringer, was eine Reise ins Ausland und einen dortigen
Krankenhausaufenthalt zunächst einmal interessant erscheinen lässt.
Doch kaum ist man im Ausland angekommen, wird man auch schon mit großen Problemen
konfrontiert: Die Sprachbarrieren. Das Gespräch zwischen Arzt und Patient kann nicht richtig durchgeführt werden,
da es große Probleme bei der Verständigung gibt. Und wenn kein Beratungsgespräch stattfand, kann schließlich auch
keine Operation erfolgen. Für die Menschen, die im Ausland eine Schönheitsoperation durchführen lassen möchten,
gibt es also nur einen einzigen Weg: Sie brauchen einen Dolmetscher. Ansonsten wird die heiß ersehnte
Schönheitsoperation nicht stattfinden können. Nur mit Übersetzungen Englisch Deutsch, die man sich in Form eines
Sprachführers mitgenommen hat, kommt man eben nicht weiter.
Aus Kreisen der Dolmetscher ist zu hören, dass die Aufträge von jungen Frauen
vor einer Schönheitsoperation immer mehr zunehmen. Es hat sich eben herumgesprochen, dass man sich im Ausland
günstig operieren lassen kann, dafür aber einen Dolmetscher braucht. Doch wie häufig wird ein solcher Übersetzer
überhaupt benötigt? Genügt es, wenn man den Dolmetscher lediglich für das Beratungsgespräch engagiert? Oder wird er
öfter benötigt?
Im Regelfall ist davon auszugehen, dass der Dolmetscher zumindest an zwei Tagen benötigt wird. Zunächst einmal bei
dem bereits erwähnten Beratungsgespräch, dann aber auch noch einmal bei dem Abschussgespräch nach der Operation.
Schließlich möchte der Patient so schnell wie möglich wissen, ob die Operation gut verlaufen ist und worauf er in
nächster Zeit achten muss. Darüber hinaus wäre es auch von großem Vorteil, würde man selber zumindest dazu in der
Lage sein, einige Sätze zu sprechen. Gerade auch im Umgang mit den Krankenschwestern, die schließlich für das
eigene Wohlbefinden verantwortlich sind, wäre dies von großem Vorteil.
Stellt sich abschließend nur noch die Frage, ob es allgemein zu empfehlen ist,
sich im Ausland unters Messer zu legen. Angesichts vieler Berichte mag man teilweise das Gefühl haben, im Ausland
käme es dauernd zu Komplikationen. Dies ist aber nicht ganz richtig. Richtig ist nur, dass in manchen Ländern der
medizinische Standard unzureichend ist. Genau in diesen Ländern sollte man natürlich keine Schönheitsoperation
machen lassen. Auch wenn es günstig ist. Denn wenn man an einer Sache nicht sparen sollte, dann an der eigenen
Gesundheit.
In manch anderen Ländern ist der medizinische Standard aber ähnlich hoch wie in Deutschland. Von daher spricht
grundsätzlich nichts dagegen, sich in diesen Ländern eine Schönheitsoperation zu unterziehen.
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