Chirurgie ist auf Hochverfügbarkeit unterbrechungsfreier
Stromversorgungen angewiesen
Gegen Stromausfälle ist man nicht restlos geschützt. Wenigstens
nicht zu Hause, wo so mach einer schon erfolglos auf der Fernbedienung herum gedrückt hat, oder bei der Arbeit am
Computer seine Daten entschwinden sah, weil plötzlich der Saft weg war. Weit verheerender sind Ausfälle dieser Art
in großen Betrieben. Fällt der Strom im Liniennetz der U-Bahn aus, sitzen einige Menschen im Dunkeln und kommen
nicht weiter und auch in einem Lift könnte Panik entstehen, wenn Leute darin an Platznot leiden. Fällt bei einer
Schönheitsoperation der Strom aus, bedeutet das unter Umständen Gefahr für Leib und Leben des Patienten.
Die Konsequenz ist der Anspruch einer Hochverfügbarkeit, unterbrechungsfreier Stromversorgungen. Um dies zu gewährleisten, werden
Stromlieferanten nicht nur verpflichtet ununterbrochen Strom zu produzieren, sie müssen sich einer ganzen Reihe
Sicherheitsbestimmungen fügen, die das vordringliche Ziel haben, Stromschwankungen im Netz zu vermeiden. Fällt
nämlich ein Kraftwerk aus, so muss die entstandene Lücke von den restlichen Lieferanten im Netz ausgeglichen
werden. Den Anspruch der Hochverfügbarkeit haben nämlich sehr viele Kunden, ganz besonders in einer hoch
zivilisierten und hoch technisierten Gesellschaft, wie wir darin leben.
An einem Beispiel das sich kurz vor Ende des letzten Jahrtausend
ereignet hat, sei verdeutlicht welch weitläufige Folgen ein Stromausfall ohne System für unterbrechungsfreie Stromversorgungen haben kann: Im Kanton Tessin in der Schweiz fiel bei
einem Sturm ein Baum um und dieser traf eine Hochspannungsleitung, weit oben in einem schwer zugänglichen
Gelände. Die Leitung riss ab und führte in einem Unterwerk in Italien zu einer Notabschaltung. Weil die weiteren
an diesem Netz angehängten Stromversorger die Lücke nicht auszugleichen in der Lage waren, entstand eine derart
große Stromschwankung, dass auch die angeschlossenen, rund ein Dutzend Werke ausfielen und eine beträchtliche
Region Norditaliens ohne Strom zurück liessen. Weil dieses in sich geschlossene Netz wiederum Teil eines
landesweiten Netzes war, führte dessen Abschaltung zu einer weiteren Kettenreaktion: die restlichen Stromnetze,
welche die Versorgung hätten ausgleichen müssen, schafften es nicht die Spannung aufrecht zu erhalten, so dass
zuletzt in ganz Italien die Stromversorgung zusammenbrach – und das mitten in der Nacht.
Nicht klingelnde Wecker waren wohl noch die kleinste Sorge der
Menschen. Weil der Strom teilweise erst nach mehreren Tagen wieder da war, brach der öffentliche Verkehr zusammen,
Spitäler mussten Patienten abweisen, an eine geordnete Kommunikation mit Telefon, Fernsehen, oder Computer war
überhaupt nicht zu denken. Während Fernsehstationen ihren Betrieb teilweise einstellen mussten, hatten andere
Unternehmungen vorgesorgt. Kliniken haben für solche Fälle eigene Notstromsysteme, die während längerer Zeit die
Operationsräume und die wichtigen Abteilungen mit Strom versorgen. Die Konsequenzen, wenn selbst bei einer
Schönheitsoperation der Strom ausfallen würde sind unvorstellbar schlimm.
Nur dank einer Hochverfügbarkeit unterbrechungsfreier
Stromversorgungen kann ein verantwortungsbewusster Betrieb gewährleistet werden, so dass keine Gefahr für Leib und
Leben besteht und unter Umständen Folgekosten für Klinik und Patient zu befürchten sind, für etwas, wofür man ja
eigentlich gar nichts kann: dem Stromausfall.
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